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    Karo ist nicht gleich Karo – Teil 2

    Im ersten Teil der Kurzserie haben wir schon einige bekannte Karo-Dessins für Sie zusammengefasst, hier geht es nun weiter ...
    3 Karo-Hemden vor blauem Hintergrund

    Glencheck – Karos aus den schottischen Highlands

    Glencheck gehört zu den beliebtesten Karomustern und stammt ursprünglich aus der Nähe von Loch Ness. Seine Herkunft erklärt auch den ungewöhnlichen Namen: glen = Bergtal, check = Karo. Glencheck zeichnet sich durch verschieden große Karos aus, die in sich stimmig quadratisch zusammenlaufen. Die unterschiedlichen Größen der Kästchen sind gut zu erkennen und es entsteht ein filigranes Dessin mit Tiefe.

    Eine besondere Form von Glencheck bezeichnet man auch als „Prince of Wales Check“. Diese entsteht, wenn über einem feinen Glencheck-Karo ein weiteres Über-Karo in einer Kontrastfarbe verläuft.

    Je feiner und dezenter das Glencheck-Muster ist, desto mehr variieren die Einsatzmöglichkeiten. Glencheck wird in der Mode gern für Oberbekleidung wie Hemden, Jacketts und Anzügen verwendet. Dabei wirkt der Prince-of-Wales-Check vielschichtiger, edler und je nach Farbgebung durchaus vornehmer. Grundsätzlich ist ein Glencheck-Muster aber eher für Tagesbekleidung geeignet als für den festlichen Auftritt.

    Five-Pocket Soft Flanell Glencheck

    Argyle- oder Rautenmuster – schmückt Socke oder Pulli

    Das Argyle-Karo kennen Sie bestimmt von Ihren Socken. Es besteht aus rautenförmigen, schachbrettartig angeordneten Blöcken, Quadraten oder spitz zulaufenden Rechtecken. Typischerweise verlaufen dazwischen gekreuzte Streifen in einer Kontrastfarbe. Die so entstehenden, überlappenden Motive führen zu dem leicht dreidimensionalen Aussehen. Das Design stammt vom schottischen Campbell-Clan aus Argyll, dessen Tartans einer Legende nach aus Flicken zusammengesetzt wurden. Populär wurde das Argyle-Karo vor allem durch die Pullis von „Pringle of Scotland“ und Socken von „Burlington“ – also eher ein Muster für freizeitlichen Strick.

    Fensterkaro oder Windowpane – ein Blickfang

    Dieses Muster ist ein XXL-Karo und nach der Form von Fensterscheiben mit Holzrahmen benannt. Feine Linien laufen dabei zu großen Rechtecken zusammen, so dass ein auffälliges und großflächiges Muster entsteht. Als Sakkostoff ein Hingucker, sonst eher etwas für die aktive Freizeit.

    Extraglatt-Hemd SUPIMA
    Freizeithemd Sorona
    Karo Pullover

    Gitterkaro – klassisch und sehr dezent

    Ein klassisches Hemdendessin: auf farbigem Grund finden sich feine weiße Karos. Von weitem betrachtet fallen sie kaum auf, so dass der Stoff einfarbig wirkt, aber doch etwas mehr Struktur und Lebendigkeit besitzt. Macht zum Sakko und zum festlichen Anzug eine gute Figur.

    Tattersall – britische Exzentrik

    Das „Tattersall-Karo“ – ein farbiges Gitterkaro auf hellem Grund – verdankt seinen Namen einem exzentrischen Londoner Gentleman, der darauf bestand, seine Pferde nicht anders als in solcherart gemusterten Decken zu Markte zu führen. Einige Jahrzehnte später war das spezielle Karo von Richard Tattersalls Pferdedecken zu einem Klassiker der Herrenmode avanciert.

    Und das allseits beliebte Holzfällerkaro?

    Ist kein eigenes Karomuster, sondern greift meist auf Tartanmuster zurück. Kräftige, leuchtende Farben und der dicke flauschige Stoff geben ihm die Charakteristik. Eindeutig freizeitlich und für kühle Temperaturen bestens geeignet.

    Jetzt müssen Sie sich nur noch für Ihr Lieblingskaro entscheiden...

    Ihnen fehlen noch Hinweise zu einigen populären Karo-Mustern? Dann schauen Sie im ersten Teil vorbei...

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