Was macht eigentlich

Einkauf, Logistik oder Marketing – Walbusch bietet Karrierechancen in den verschiedensten Bereichen. In kurzen Interviews geben Ihnen unsere Mitarbeiter einen Einblick in ihren Arbeitsalltag.

Simone Keferstein Einkäuferin Blusen

Walbusch: Sie sind vorwiegend für den Bluseneinkauf zuständig. Wie kommt eigentlich eine neue Bluse ins Walbusch-Sortiment?
Frau Keferstein: Das ist ein sehr kreativer Prozess. Einige Modelle wählen wir aus den Kollektionen unserer Lieferanten. Aber in den letzten Saisons haben wir den Anteil an Eigenentwicklungen gesteigert. Das heißt, wir entwerfen zusammen mit einem Designer einen Stoff, der in eines unserer Farbthemen passt. Mit einer freiberuflichen Schnittmacherin erarbeiten wir parallel den passenden Schnitt. Wenn alles steht, vom Garn bis zu den Knöpfen, geben wir das Ganze zur Produktion an eine unserer Agenturen. Diese übernimmt dann die Koordination des Stofflieferanten und der Näherei. Häufig direkt in Fernost, da haben wir inzwischen sehr gute Partner.
Walbusch: Sie arbeiten jetzt im April schon an der Frühjahr/Sommer-Kollektion für das nächste Jahr. Woher wissen Sie eigentlich, was unsere Kundin in einem Jahr interessiert? 
Frau Keferstein: Wir schöpfen aus vielen Quellen. Wir besuchen zunächst die Stoffmessen in München, später die Modemessen. Permanent tauschen wir uns im Team der Einkäuferinnen für Damenmode aus. Außerdem beobachten wir die Kollektionen der Wettbewerber. Da entwickelt man ein gutes Gespür für die wichtigen Trends.
Walbusch: Wie gelingt es Ihnen, sich in die Walbusch-Kundin hineinzuversetzen?
Frau Keferstein: Ich beobachte gerne Menschen, freue mich, Frauen zu sehen, die Wert auf ihre Kleidung legen. Schönheit hat für mich nichts mit einem perfekten Körper zu tun. Wenn es um die richtige Mode für Walbusch geht, muss es auch nicht meinem Stil entsprechen. Grundsätzlich liebe ich Farben, das tut unsere Kundin auch. Und ich glaube, dass die Frauen, die bei uns einkaufen, in der Branche vernachlässigt werden.
Walbusch: Wie meinen Sie das?
Frau Keferstein: Die Frauen werden älter und benötigen deshalb eine andere Passform. Sie suchen aber nach wie vor nach jugendlichen, frischen Modellen, und da wird es dann oft schwierig. Für mich ist es eine tolle Aufgabe, diese Lücke zu schließen.
Walbusch: Welchem Motto folgen Sie, wenn Sie jetzt Artikel fürs nächste Frühjahr auswählen?
Frau Keferstein: Mut wird belohnt! Das zeigt sich immer wieder. In der Neukundenwerbung etwa laufen auch Tuniken in knallbunten Farben gut.
Walbusch: Wie viele Blusen verkauft Walbusch eigentlich pro Jahr?
Frau Keferstein: Im vergangenen Jahr waren es 450.000. In diesem Jahr hoffentlich noch mehr …

Peter Fastenrath Abteilungsleiter Database-Marketing

Walbusch: Wie würden Sie Ihre Aufgabe in wenigen Sätzen beschreiben? 
Herr Fastenrath: Unsere Aufgabe ist es, das Kaufverhalten der Walbusch-Kunden zu analysieren. Mit unseren Instrumenten sorgen wir dafür, dass die Walbusch-Werbemittel an die Kunden gehen, die am ehesten bestellen.
Walbusch: Sie sind also ein bisschen so etwas wie Hellseher?
Herr Fastenrath: Da ist schon etwas dran. In meinem Team sind hochspezialisierte Statistiker und Mathematiker, die sehr gute Methoden entwickelt haben, um vorherzusehen, wie welche Kunden auf ein Werbemittel reagieren.
Walbusch: Wie kann so etwas funktionieren?
Herr Fastenrath: Wir haben sehr viele Informationen über unsere Kunden: Wann haben sie was eingekauft? Gehen sie in eine Filiale oder bestellen sie via Bestellkarte, Telefon oder online? Wie alt sind sie? Wo wohnen sie? Und so weiter und so fort. Jetzt bringen wir zum Beispiel die Daten aller Kunden zusammen, die aus den letzten Damenkatalogen bestellt haben. Dann vergleichen wir diese mit den Daten der Nichtbesteller. Daraus ergibt sich dann eine Art Profil, das Hunderte von einzelnen Aspekten umfasst. Wir nennen so etwas Scorecard. Mit diesen Daten wählen wir aus den Walbusch-Kunden dann diejenigen aus, die den nächsten Damenkatalog erhalten. Und es zeigt sich, die Ergebnisse sind deutlich besser als bei einfachen Bauchprognosen.
Walbusch: Was wäre so eine einfache Bauchprognose?
Herr Fastenrath: Das wäre zum Beispiel, wenn man schlicht und einfach diejenigen Kunden auswählt, die zuletzt die meisten Damenartikel gekauft haben.
Walbusch: Wenn Sie so gut in die Zukunft sehen können, dann sind Sie im Haus
sicher sehr gefragt?
Herr Fastenrath: Es stimmt, dass wir praktisch für alle Bereiche Informationen aufbereiten. Durch die von uns mit erstellte, auf den Tag genaue Auftrags-Planung wird beispielsweise die Personaleinsatzplanung in der Logistik und im Kundenservice gesteuert.
Aber auch für den Einkauf und Werbung liefern wir wichtige Informationen. So errechnen wir für bestimmte Artikel das Durchschnittsalter der Käufer. Das kann schon mal aufgrund einer anderen Darstellung im Katalog variieren.
Und natürlich greift auch die Geschäftsführung für strategische Entscheidungen immer wieder auf unsere Auswertungen zurück.
Walbusch: Können Sie da ein Beispiel nennen?
Herr Fastenrath: Ja. Seit der Eröffnung der ersten Filiale ist es sehr wichtig, vorherzusagen, wie sich die Filialen insgesamt auf das Geschäft auswirken. Es hat sich gezeigt, dass Filial-Kunden insgesamt mehr kaufen. Das war natürlich ein positives Signal für den Ausbau des Filialnetzes.

Dirk Voß Teamleiter Organisationsentwicklung

Walbusch: Wahrscheinlich können die wenigsten etwas mit dem Begriff Organisationsentwicklung etwas anfangen. Was sind Ihre Aufgaben?
Herr Voß: Im Wesentlichen beschäftigen wir uns mit drei Themen: Erstens koordinieren wir alle bereichsübergreifenden Projekte im Unternehmen, zweitens sind wir aktiv in Projekte involviert und drittens helfen wir Bereichen dabei, neue Abläufe zu entwickeln, wenn es an bestimmten Stellen hakt.
Walbusch: Was heißt das konkret, dass Sie die Projekte im Unternehmen koordinieren?
Herr Voß: Im Rahmen der Budgetbeantragung stellen die Bereiche ihre Projektanträge für das kommende Jahr. Definiert sind dabei Zielsetzung, Start und Enddatum sowie die meist vorhandenen Anforderungen an die DV. Da es in der DV früher häufig zu Engpässen kam, planen wir die Kapazitäten heute nach den Projektanträgen. Ob ein Projekt genehmigt wird, hängt damit zusammen, wie hoch wir den Kundennutzen und das Potential zur Effizienz-Steigerung einschätzen. Manche Projekte ergeben sich aber auch einfach aus neuen Gesetzen, die müssen dann gemacht werden.
Walbusch: Und wenn ein Projekt einmal genehmigt ist, sind Sie dann weiter mit von der Partie?
Herr Voß: Zum Teil. Wir sorgen dafür, dass die Geschäftsführung immer die Übersicht über den aktuellen Stand aller Projekte hat. Denn wir halten nach, in welcher Phase sich ein Projekt gerade befindet. Daneben gibt es viele Projekte, bei denen wir selbst mitarbeiten. Das gilt zum Beispiel für die beiden derzeit wichtigsten Projekte im Unternehmen: KKM (Kunden-Kontakt-Management) und WSL (Ware-Sortimentsprozess-Logistik).
Walbusch: Was ist zum Beispiel im WSL-Projekt Ihre Aufgabe? 
Herr Voß: In diesem Projekt ging es zunächst darum, eine Bestandsaufnahme verschiedenster Prozesse zu machen. Die Workshops dazu habe ich moderiert. In Abstimmung mit den Beteiligten habe ich die Ist-Prozesse dann visualisiert. Denn die bildliche Darstellung hilft, Abläufe besser zu gestalten. Und hinterher fragen sich dann alle: „Warum haben wir das nicht schon lange so gemacht?“
Walbusch: Sie arbeiten mit allen Bereichen und zu den verschiedensten Themen im Unternehmen: Was ist die inhaltliche Klammer Ihrer Arbeit? 
Herr Voß: Walbusch entwickelt sich vom Versandhändler zum Multi-Channel-Unternehmen. Dieser Wandel wird durch Projekte vorangetrieben. Das Schöne ist, dass die Projekte bei Walbusch nicht von externen Beratern, sondern von den betroffenen Mitarbeitern selbst geleitet werden, so gestalten die Kollegen den Wandel aktiv mit.

Jürgen Rings Teamleiter Kommissionierung/Logistik

Walbusch: Sie arbeiten in der Logistik in der Martinstraße 18. Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?
Herr Rings: Ich habe zusammen mit meiner Kollegin ein kleines Büro. Bin aber sehr viel unterwegs, denn in meiner Verantwortung liegt, dass der Kreisförderer läuft, die Mischsendungen hier gepackt werden können und gleichzeitig die in der Martinstraße 41 benötigten Liegewaren rausgehen. Da muss ich immer wieder schauen, ob alles läuft und wo Schwierigkeiten auftauchen. Dank meines Walkie-Talkies bin ich überall erreichbar.
Walbusch: Was sind denn Mischsendungen?
Herr Rings: Das sind Pakete, in denen sowohl Liege- als auch Hängeteile – also zum Beispiel ein Hemd und ein Sakko – verschickt werden. Und hier in der Martinstraße 18 ist das Liegewaren-Lager, in der 41 lagern die Hängewaren. Gemischte Sendungen werden sowohl von dem Kreisförderer hier oben als auch von dem unten in der Martinstraße 41 gepackt.
Walbusch: Wie sieht einer Ihrer typischen Arbeitstage  aus?
Herr Rings: Typisch an meiner Arbeit ist eigentlich, dass es kaum Routine gibt. In der Logistik sind alle Arbeitsschritte sehr eng miteinander verzahnt. Ein Problem in einer Gasse im Hängelager wirkt sich sehr schnell auf die Arbeit hier aus. Dann steht bald auch „mein“ Kreisförderer, und ich muss schauen, wo die Mitarbeiter einspringen können, die eigentlich am Kreisförderer eingesetzt sind. Sie unterstützen dann zum Beispiel die Kollegen in der Retourenbearbeitung, oder sie helfen beim Packen der Filiallieferungen.
Walbusch: Sind Sie mit Ihrem Team für diese Aufgaben auch zuständig?
Herr Rings: Nein. Das stimme ich dann mit meinen Kollegen ab, die diese Teams leiten. Aber für die Kommissionierung der derzeit bis zu 8.000 Liegewarenteile pro Tag für die Filialen, sind mein Team und ich auch zuständig.
Walbusch: Wie viele Mitarbeiter gehören denn zu Ihrem Team?
Herr Rings: In Hochzeiten arbeiten rund 70 Mitarbeiter in der Kommissionierung Liege¬waren. Doch das Versandvolumen schwankt stark. Es liegt zwischen 15.000 und 105.000 Sendungen pro Woche. Und die Größe der hier eingesetzten Mannschaft richtet sich nach der Anzahl der Sendungen. In meinem Team arbeiten 35 feste Mitarbeiter. Da nehmen auch Personalfragen – etwa alles rund um die Urlaubsplanung – einen großen Teil meiner Arbeitszeit in Anspruch. In Hochzeiten kommen dann nochmal rund 35 Mitarbeiter als Aushilfen hinzu.
Walbusch: Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit besonderen Spaß?
Herr Rings: Es tauchen immer wieder neue Schwierigkeiten auf. Wenn man die dann gemeinsam mit den Kollegen lösen kann, ist das ein gutes Gefühl.

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