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    Die schönsten Weihnachtserlebnisse und -bäume Teil 2

    Hier also Teil II der schönsten Reaktionen auf unseren Aufruf – und an alle noch einmal herzlichen Dank fürs Mitmachen!

    Uns haben zu viele Zuschriften erreicht, um sie alle hier zu präsentieren. Daher mussten wir uns auf eine Auswahl beschränken.

    Bei vielen unserer Kunden spielen natürlich die Themen Familie, Kindheit und Erinnerung eine Rolle. So wie bei Heike B. (Foto), die mit ihrem „Weihnachtsbaum-Experiment“ den Vogel abschießt:
    „Vor ein paar Jahren wollte ich mal eine Veränderung der, eigentlich von mir geliebten, Traditionen durchziehen. Irgendwie ärgerte es mich, dass der Weihnachtsbaum jedes Jahr teurer wurde. Ich dachte: Warum mühsam einen Baum auswählen, der ohnedies schon wochenlang, abgehauen auf einen Käufer wartet. Der nadelt ja schon nach ein paar Tagen. In einer Zeitschrift las ich eine ,Bauanleitung’ für einen Weihnachtsbaum. Man benötigte ,nur’ eine doppelte Leiter, Tannenzweige, Draht und natürlich Christbaumschmuck. Die Abbildung des selbstgebauten Baumes sah richtig schön und echt aus. Laut Beschreibung ging das Ganze auch ganz einfach. Noch ahnte meine Familie nicht, dass es mein voller Ernst war. (...) Ich kaufte eine billige braune Fleecedecke (das sollte der Baumstamm sein), holte mir eine doppelte Leiter, suchte Draht und los ging es. Die Bastelei gestaltete sich schmerzhaft, denn Fichtenzweige pieksen sehr. Der Zeitfaktor war nicht zu unterschätzen. (...) Nach etlichen Stunden und viel Improvisationstalent war mein ,Prachtstück’ fertig und ich war gespannt, was meine Lieben wohl dazu sagten. Also, kurz gesagt, Begeisterung sieht anders aus. Aber ich fand meinen Weihnachtsbaum sehr originell und sagte auch, dass es solch einen Baum nicht noch einmal gäbe. Das bestätigten die meisten und fanden das auch gut. Aber es war eine freundliche Spöttelei und wir foppten uns gegenseitig damit. Am 1. Weihnachtstag kam noch der Anhang meiner Kinder, um gemeinsam zu essen und Bescherung zu machen. Dazu wollten wir ins Wohnzimmer gehen, wo besagter Weihnachtsbaum auf uns wartete. Mein Sohn hatte zum ersten Mal seine Freundin mitgebracht und er sagte nur: ,Mama, das ist voll peinlich, dass ich den Baum auch noch ... zeigen muss.’ Ich spürte, wie er sich innerlich wand. Aber was half es, die Bescherung findet halt unterm Baum statt. (...) Dann sagte mein Schwiegervater: ,Also ich finde, der ist doch ganz schön geworden!’ Ich erwiderte: ,Wenn der Opa das sagt, dann wird das schon so sein!’ Ich kann ihnen sagen, so viel gelacht haben wir schon lange nicht mehr. Tagelang und noch nach Jahren haben wir unseren Spaß, wenn wir über dieses Weihnachtsfest sprechen. Und im Lauf der Jahre wird das immer ein bisschen mehr ausgeschmückt beim Erzählen, wie schrecklich das doch gewesen ist.“

    Selbstgebauter Tannenbaum
    Heike B. baute einen Baum selbst, statt ihn zu kaufen. Das „Ergebnis“ wurde zur heiteren Familienlegende.

    „Das Christkind ist zum Fenster rausgeflogen!“

    Liliane M. erinnert sich besonders gern an ein Weihnachtserlebnis, das ihr mit sechs Jahren passierte: „Bei uns zu Hause war es Tradition, dass man an Heiligabend um 17 Uhr in die Kirche ging. Danach gab es ein kleines Abendessen in der Küche. Ins Wohnzimmer durfte man nicht gehen, denn Mama schmückte den Weihnachtsbaum und wartete auf das Christkind, das nur braven Kindern ein Geschenk brachte. So erzählte uns unsere Oma, die uns drei Kinder beaufsichtigte. Ich war damals 6 Jahre alt und wahnsinnig neugierig. Natürlich musste ich öfters auf die Toilette – nur so konnte ich durch das Schlüsselloch schauen. Beim dritten Toilettengang, als ich durch das Schlüsselloch schaute, sah ich weiß-schimmernde Haare im Fenster flattern! ,Das Christkind, das Christkind ist gerade aus dem Fenster geflogen’, schrie ich vor Aufregung. Mein Bruder lachte, der war 8 Jahre alt und glaubte schon lange nicht mehr daran! Meine kleine Schwester fing an zu weinen, weil sie es nicht gesehen hatte. Oma hat mit mir geschimpft und ich musste alleine das Geschirr abwaschen. Doch dann klingelte das Glöckchen und wir durften endlich ins Wohnzimmer, wo Mama, Papa und Opa vor dem wunderschönen mit echten Kerzen beleuchteten Weihnachtsbaum saßen. (…) Ein paar Jahre später hat mir dann Mama erzählt, dass sie immer an Heiligabend kurz das Fenster öffnete, um frische Luft hereinzulassen. Und da unser Weihnachtsbaum mit Engelshaar geschmückt wurde, hat sich sicher etwas davon bewegt, was ich damals gesehen hatte und somit dachte, es war das Christkind.“

    Krippen: mal gespendet, mal verwaist

    Charlotte und Ludwig S. finden, dass gerade die aktuelle Weihnachtszeit für sie eine der schönsten ist, was mit einer wichtigen Entscheidung zu tun hat: „Unser wohl schönstes Weihnachtserlebnis findet gerade jetzt statt. Mit Tannenzweigen und Kerzenschein versuchen wir, uns im Advent den Zauber dieser stillen Zeit ins Haus zu holen. Wir lassen alte Sitten und Gebräuche aufleben und suchen in ihnen nach Geborgenheit. Doch manchmal ist es an der Zeit, sich von alten Traditionen loszulösen, sie aber nicht verloren zu geben, sondern anderweitig am Leben zu erhalten. So haben wir nach gut vierzig Jahren aus Platzgründen ein neues Zuhause für unsere Weihnachtskrippe gesucht und gefunden. Wir haben sie an ein Pflegeheim für Demenzkranke geschenkt. Seit dem 1. Advent steht sie nun im Gemeinschaftsraum und bringt dort tagtäglich vielen Menschen Freude, darf sie durch den Advent begleiten und führt sie hin zu Weihnachten zur Geburt Christi und ins neue Jahr. Für unsere Weihnachtskrippe eine wunderbare neue Aufgabe und für uns wohl unser schönstes Weihnachtserlebnis.“

    Auch bei Marcus Z. spielt eine Krippe eine Rolle bei einem denkwürdigen Weihnachtserlebnis – allerdings auf etwas andere Art: „Eine lustige Geschichte erlebten wir am letzten Weihnachtsfest. Unser Kleinster (jetzt 2) schmückte letztes Jahr das erste Mal mit seiner größeren Schwester gemeinsam den Weihnachtsbaum. Unsere Krippe hatte es ihm besonders angetan. Alle Tiere (Schafe, Ochs, Esel...) wurden ständig ausgeräumt und in seinen eigenen Bauernhof umgesiedelt. Das geschah dann auch mit Maria und Josef und dem Jesuskind. Am Heiligabend suchten wir ganz verzweifelt nach dem Heiligen Paar samt Jesuskind und konnten es einfach nicht finden. Erst zwei Tage später konnten wir die Heilige Familie unter unserer Christbaumdecke wiederfinden. Er hatte sie dort ohne unser Wissen versteckt und fand es ziemlich lustig, weil sie keiner fand.“

    Bei Julian S. wird der Baum bereits Anfang Dezember geschmückt, was ihm wirklich eine besondere Optik gibt: „Wenn es darum geht, unseren Weihnachtsbaum zu schmücken, da wir dies immer besinnlich als Familie zusammen tun, darf dieser etwas ausgefallener gestaltet sein. (…) Da wir das Glück haben, eine hohe Decke zu besitzen, ist das größte Augenmerk der große Weihnachtsstern auf der Krone des Baumes, der gern zuletzt dort seinen Platz findet. Zudem haben wir die Kerzen letztes Jahr durch mit einer Fernbedienung-bedienbare Batterielichter ausgetauscht, die umso heller und glanzvoller scheinen und sich nicht so sehr verheddern, wenn wir diese jedes Jahr vom Dachboden wieder auseinanderpflücken müssen.“

    Monika und Helmut R. sind eher klassische Weihnachtsbaum-Typen: „Wir mögen es heimelig-gemütlich. Bei uns läuft alles fröhlich und bei den Geschenken für die Kinder, wenn diese ausgepackt werden, auch sehr spaßig ab. An Heiligabend gibt es, aus alter Tradition, Kartoffelsalat und Würstchen.“

    Weihnachten: Liebe und der Lieben gedenken

    Ludwig R. denkt Weihnachten stets mit Dankbarkeit an seine verstorbene Frau: „Ich habe eine schöne Weihnachtsgeschichte, denn am 24.12.1959 haben wir uns verlobt und am 15.02.1960 geheiratet. Die Ehe hat 52 Jahre gehalten, dann ist sie leider gestorben. Trotzdem ist Heiligabend für mich immer etwas Besonderes.“

    Und Rainer W. erinnert sich stets gern an das erste Weihnachten mit seiner Frau: „2020 sind wir 44 Jahre verheiratet, meine Geschichte über unser erstes gemeinsames Weihnachten bewegt sich zwischen den Dinosauriern und dem ersten Fernseher. Weihnachten verbrachten wir immer behütet bei Mutti, nun wollten wir probieren, ob wir das selbst auch hinbekommen. Also Baum besorgen, schmücken, aufstellen und da war noch was – Geschenke! So einfach wollte ich es meiner Freundin aber nicht machen. Man nehme ein kleines grünes Säckchen, was sich selbst im Baum tarnt, eine Nuss fachgerecht geöffnet und einen Ring, der als Geschenk in Frage kam. Ring in Nuss, Nuss verklebt, Nuss in Säckchen, Säckchen in Baum – Vorfreude! Freundin kann kommen und findet NICHTS, betroffenes Gesicht, denn bei den Eltern gab es immer was – was denkt sich der freche Kerl? Kurz zappeln gelassen, kurz bevor die Tränen kamen, der Hinweis den Baum genau zu kontrollieren – aha ein Säckchen! Säckchen öffnen – eine Nuß, und nun? Nächster Hinweis, Nuss untersuchen! Da sprang der Ring raus. Freude, Freude, Freude! Weihnachten war gerettet und an meine derben Späße hat sie sich inzwischen gewöhnt.“

    Weiß geschmückter Weihnachtsbaum
    Ein Traum in Weiß – der Baum von Gudrun L.

    Haben Sie besondere Weihnachtserlebnisse gehabt, die eine tolle Geschichte hergeben? Schreiben Sie uns gern an magazin@walbusch.de – und für alle Leser und Kunden natürlich einen guten Endspurt Richtung Fest!

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