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    Siegfried Fernschild und Peter Heidt: Fahren 7.000 km nach Gambia für einen guten Zweck

    Mal in einem Rutsch bis nach Rügen. Oder entspannt im Cabrio die Kurven im Schwarzwald nehmen. Schöne Vorhaben. Aber nichts für Peter und Siegfried. Ihr Plan: Rund 7.000 km quer durch Europa übers Mittelmeer bis nach Gambia fahren. Finden Sie heraus, was die zwei antreibt und warum sie auf ihrer Reise auch Kurzarmhemden von Walbusch mitnehmen.
    Siegfried Fernschild und Peter Heidt

    Der Kleinbus, mit dem sie hoffentlich am 14. November ab Karlsruhe starten werden, kennt den Weg schon. Fast. Denn den konnten die beiden abenteuerlustigen Freunde Peter Heidt und Siegfried Fernschild einem früheren Rallye-Team abkaufen, das kurz vor dem Ziel von der Pandemie ausgebremst wurde. Aber der Reihe nach.

    Peter und Siegfried, ehemalige Kollegen, leben in der Nähe von Karlsruhe und spielen seit 20 Jahren zusammen Badminton. Als Peter 2018 eine Urlaubsreise nach Gambia macht, lernen er und seine Frau in der Lobby des Hotels ein paar zerzauste Typen kennen. Diese haben gerade 21 Tage und 7.000 km Fahrt im Gebrauchtwagen hinter sich – im Rahmen einer caritativen Rallye von Dresden nach Banjul. Jetzt sind sie kurz davor, ihre Fahrzeuge samt der kompletten Ausrüstung zu versteigern. Die Erlöse kommen vor Ort ausgesuchten Hilfsprojekten im Beisein aller Rallye-Teilnehmer zugute. Gambia zählt zu den ärmsten Ländern der Welt.

    Peter: „Ich war total begeistert von dem Projekt und wollte beim nächsten Mal unbedingt auch mitfahren. Als ich wieder zuhause war, habe ich Siegfried gefragt, ob er Lust auf ein Abenteuer hätte. Zum Glück hat er ja gesagt. Und jetzt sind wir schon seit Monaten voll drin, in der Planung und auf der Suche nach Sponsoren. “

    Siegfried: „Um mitfahren zu können, muss man tausend Sachen organisieren. Leitung und Aufsicht der Rallye liegt bei Breitengrad e.V., Dresden. Die Verteilung der Erlöse in Gambia obliegt der Dresden-Banjul-Organisation vor Ort. Aber alles andere machen wir selbst. Den VW-Bus haben wir einem Team abgekauft, das Anfang des Jahres von Corona in Mauretanien ausgebremst wurde und umkehren musste. Unsere Reise-Outfits haben wir von Walbusch bekommen. Die haben sich richtig Gedanken gemacht, was man auf 7.000 km hinterm Steuer und bei Temperaturen zwischen -10 (nachts in der Wüste) und 45° Celsius am besten anhaben sollte. Großartig.“

    Die Globetrotter Chino und Bermudas passen schon dem Namen nach perfekt zu den beiden, schmutz- und wasserabweisend sind die Hosen für jedes Abenteuer zu haben. Und die Hemden mit Extraglatt-Veredelung sorgen für einen knitterfreien Auftritt. An kühlen Abenden schützen der Freizeit-Parka und die Cargo-Jacke, die lässt sich sogar als Weste tragen.

    Peter: „Wir durchfahren sieben Länder auf unserem Weg. Für einige brauchen wir Visa, die wir schon organisiert haben. Dann Ausrüstung: Benzinkanister, Ersatzteile, Reserve-Räder, Karten- und GPS-Material. Außerdem Camping- und Kochzubehör, Schlafsäcke und Notfall-Apotheke. Außerdem haben wir ein Logo entworfen: unser kleiner Fingerabdruck, den wir auf Afrika hinterlassen möchten. So kommt einiges zusammen. Deshalb freuen wir uns über jede noch so kleine Spende. Auf www.teamffa.de dokumentieren wir alles – auch von unterwegs. So kann man mitverfolgen, wie wir uns unterwegs schlagen.“

    Siegfried: „Jetzt hoffen wir natürlich, dass wir am 14. November auch wirklich los können und dass alle Länder uns die Durchfahrt gewähren. Sollte es nicht klappen, fahren wir ganz sicher im nächsten Februar mit. Danke übrigens für die 30 schönen Kurzarmhemden – wir freuen uns schon sehr darauf, die in Banjul verschenken zu können. Die Rallye Dresden-Dakar-Banjul gibt es übrigens schon seit 14 Jahren. Im Herbst startet sie zum 30. Mal, mit dem Ziel, auf einmalige Art und Weise vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Und wir haben vor, das zu unterstützen.

    Spendenkonto Gambia
    D.+P. Heidt
    Stichwort „Rallye Banjul“
    IBAN: DE90 6606 1724 0024 4444 49
    BIC: GENODE61WGA

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