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    Alle im Gleichschlag

    Fertigmachen zum Einsteigen, alles vorwärts – los! Wer nicht gleich erraten hat, um was es hier geht, dem wird das Weiterlesen ans Herz gelegt. Es geht natürlich ums Rudern! Rudern hat eine lange und traditionsreiche Geschichte, ist nicht nur Leistungssportlern vorbehalten, und zudem eine besonders gesunde Bewegungsform.

    Es gibt kaum eine Sportart, die im Sitzen ausgeübt wird und trotzdem so gesund ist wie das Rudern. Kraft und Ausdauer werden kombiniert, sämtliche Muskelgruppen beansprucht und es ist selbst in betagtem Alter und/oder mit Knie- oder Rückenbeschwerden, die richtige Technik vorausgesetzt, kein Problem. Zu Anfang mag das Rudern eine koordinative Herausforderung sein und es braucht einen guten Gleichgewichtssinn – einbeinig in der Hocke geht es ins Boot, trotzdem ist die Wassersportart im Prinzip von jedem zu erlernen.

    Ursprung in England

    Rudern gilt als älteste Fortbewegungsart der Menschheit auf dem Wasser. Reliefzeichnungen in Ägypten sowie historische Funde belegen, dass schon vor Tausenden Jahren (8.000-10.000 v. Chr.) Schiffe mit Rudern benutzt wurden – etwa zum Warentransport oder zu Kriegszwecken.

    Das sportliche Rudern, wie wir es heute kennen, hat seinen Ursprung in England im 18. Jahrhundert. Das erste moderne Wettrudern fand zwischen Berufsschiffern und Fährleuten statt. Daraus sind die von Thomas Doggett veranstalteten ersten Ruderwettkämpfe »Doggett´s Coat and Badge Race« hervorgegangen.

    Ein sportliches wie gesellschaftliches Ereignis ist das Achterrennen der britischen Universitäten Oxford und Cambridge. Bereits seit 1829 findet der legendäre Wettkampf jährlich auf der Themse statt.

    Anfänge in Hamburg

    Dem regen Schiffs- und Handelsverkehr zwischen England und Hamburg ist es zu verdanken, dass die Ruderbegeisterung auch nach Deutschland schwappte. Nachdem englische Kaufleute 1830 in der Hansestadt den »English Row Club« gründeten, folgte kurz darauf (1836) »Der Hamburger Ruderverein« – der erste deutsche Ruderverein. Von Norden aus verbreitete sich der Rudersport in ganz Deutschland. 1883 folgte in Köln der »Deutsche Ruderverband« der dem deutschen Rudersport seine noch heute gültige Struktur gab.

    Rudern bei Olympia

    Bei der Planung der ersten olympischen Spiele der Neuzeit hatte das Rudern mit Initiator Baron Pierre de Coubertin einen einflussreichen Fürsprecher, sodass bei der Austragung der Spiele 1896 in Athen die erste olympische Regatta stattfinden sollte. Aufgrund zu stürmischer See fiel diese allerdings aus.
    Seit Paris 1900 gehört Rudern offiziell zum Programm. Anfänglich starteten vier Bootsklassen, inzwischen sind es 14. Seit 1976 rudern auch die Frauen über eine Distanz von 2000 Metern um den Sieg.

    Rudern als Breitensport

    Obwohl das Rudern in seinen Anfängen eine recht elitäre Sportart gewesen ist und allein der oberen Gesellschaft vorbehalten war, erfreut es sich heute großer Beliebtheit in allen Schichten und Altersgruppen.

    Ein Teil der Faszination liegt sicherlich in der Naturverbundenheit und der nahezu freien Ortswahl – wer rudert fährt nicht immer zum selben Sportplatz, sondern sucht sich schöne Seen und Flüsse. Das Tempo, mit dem das Boot durch das Wasser gleitet, bestimmt man selbst oder im Team. Abhängig ist es von der Schlagzahl und Durchzugskraft.

    Wanderfahrt im Ruderboot

    Jede Fahrt, die über das tägliche Ruderrevier hinausgeht, wird als Wanderfahrt bezeichnet. Eine solche kann sich über mehrere Tage oder gar Wochen erstrecken. Verpflegung und Gepäck wird wahlweise im eigenen Boot verstaut oder in einem Begleitfahrzeug transportiert, übernachtet wird zum Beispiel in auf dem Weg liegenden Bootshäusern von anderen Rudervereinen.
    Die Tour International Danubien ist die längste Ruderwanderfahrt der Welt auf der Donau. Von Ingolstadt nach Sfântu Gheorghe in Rumänien am Schwarzen Meer führt die über 2.500 Kilometer lange Strecke durch acht Länder.

    Wenn Sie nun auch Lust auf´s Rudern bekommen haben schauen Sie sich doch einfach mal in Ihrer Heimatstadt nach einem Verein um – wir wünschen viel Spaß beim Neuentdecken.

    Übrigens: Die Aufnahmen für die Walbusch-Kollektion wurden in zwei alt-ehrwürdigen
    Hamburger Ruder-Clubs: Der Hamburger und Germania und Favorite Hammonia aufgenommen – herzlichen Dank!

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