Kultmarke Levi’s

Sie prägte das Rebel-Image von James Dean, US-Präsidenten hatten mindestens eine im Schrank und der Künstler Andy Warhol trug sie sogar bei einem Besuch im Weißen Haus: die Jeans. So sehr sie auch mit dem American Way of Life verknüpft ist – erfunden wurde sie von einem Deutschen.

Die Geschichte der Jeans-Marke Levi Strauss liest sich wie ein amerikanischer Traum: Loeb Strauss wird 1829 im fränkischen Buttenheim geboren. Er ist der jüngste von ingesamt neun Kindern. Sein Vater, ein jüdischer Handelsvertreter, bringt die Familie mehr schlecht als recht über die Runden. Als sein Vater stirbt, ist Loeb gerade einmal 18 Jahre alt ist. Die Mutter entscheidet sich, mit ihren Kindern nach Amerika auszuwandern – so wie es viele jüdische Familien zu dieser Zeit tun. Zwei ihrer Söhne sind bereits nach New York emigriert.

Der Stoff, aus dem Träume sind
Im Westen Amerikas herrscht im wahrsten Sinne des Wortes Goldgräberstimmung. 1853 zieht es Loeb Strauss, der sich fortan Levi nennt, nach San Francisco. Hier will er vom Goldrausch profitieren. Er arbeitet zunächst als Straßenhändler, eröffnet später einen Großhandel für Stoffe und Kurzwaren. Die Hosen der Minenarbeiter und Goldschürfer verschleißen schnell. Gesucht werden widerstandsfähigere Beinkleider, die zur schweren Arbeit und den mit Geröll prall gefüllten Taschen passen. Strauss macht zwei Dinge, die seinen späteren Erfolg begründen: Er beginnt einen strapazierfähigen indigoblauen Stoff aus dem französischen Nîmes zu importieren. Der Stoff heißt seiner Herkunft entsprechend Denim (von »serge de Nîmes« ). Und er tut sich mit dem Schneider Jacob Davis aus Reno/Nevada zusammen. Davis hat die Idee, Nähte und Taschen von Arbeitshosen mit Kupfernieten zu versehen. Am 20. Mai 1873 erwerben Strauss und Davis das Patent für die nietenverstärkten Hosen. Die Bluejeans ist geboren!

Von der Goldmiene auf die Showbühne
Die ersten Levi’s sitzen alles andere als figurbetont – sie sind weit geschnitten und werden mit Hosenträgern gehalten. Allerdings ziert die geschwungene Doppelnaht bereits die Gesäßtaschen – die Naht gehört damit zu den ältesten existierenden Warenzeichen im Bekleidungswesen. 1886 kommt das bekannte rote Label hinzu. Darauf zu sehen: Zwei Pferde, die versuchen, eine Jeans auseinanderzureißen, ergänzt um den Slogan »It’s no use, they can’t be ripped«. Was frei übersetzt so viel bedeutet wie: Vergiss es, du kannst sie nicht zerreißen.

Nach dem zweiten Weltkrieg halten die stabilen Nietenhosen auch in der Freizeitkleidung Einzug. Und sie stehen stellvertretend für eine neue, wilde Jugendkultur. Filmidole wie Marlon Brando oder James Dean tragen sie. Aber auch amerikanische Präsidenten wie Ronald Reagan oder Jimmy Carter haben mindestens eine »501« im Schrank. Und Andy Warhol trägt die Bluejeans bei einem Empfang gar im Weißen Haus. »Jeans sind so bequem«, findet der Pop-Art-Künstler.  

Levi’s Outfit perfekt kombiniert
Was die Modelle der Marke Levi Strauss auch rund 145 Jahre nach ihrer Erfindung auszeichnet: Die Jeans besitzen eine hohe Qualität, sie sind zeitlos schön, alterslos und passen zu jedem Männertyp. Bei Walbusch finden Sie eine Auswahl modischer Klassiker: Darunter die Levi’s 501 Marlon mit dunkler Waschung oder die Levi’s 504 Greenville in sommerlichem Blau. Mit der klassischen Levi’s Trucker Jeansjacke und dem robusten Levi’s Gürtel aus Rindleder ist das Levi’s Outfit perfekt kombiniert.

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