»Die Farbe hat mich«

Es ist der 6. April 1914: Paul Klee besteigt mit seinen Künstlerfreunden August Macke und Louis Moilliet in Marseille die Fähre »Carthage«. Ihr Ziel: Tunesien. Ihre Koffer: voller Skizzenbücher. Einen Tag nach ihrer Abreise entdeckt Paul Klee vom Deck des Schiffs die nordafrikanische Stadt Sidi Bou Saïd, die sich an einen Berghang schmiegt. Klee ist fasziniert und schreibt in sein Tagebuch: »Die farbige Klarheit am Lande verheißungsvoll.«

Die Tunisreise gehört zur Sternstunde der Moderne. Sie hat die Arbeit der Künstlerfreunde für immer beeinflusst. Während des zweiwöchingen Aufenthalts schuf Paul Klee 35 Aquarelle und 13 Zeichnungen. Noch Jahre danach malt er in seinem Studio nordafrikanische Landschaften aus seiner Erinnerung heraus.

Es sind die Farben und das Licht, die ihn in ihren Bann nehmen. Vor allem Kairouan, die komplett ummauerte Stadt mit ihren Zinnen, Kuppeln und Minaretten, hat es Paul Klee angetan. Er schreibt: »Die Farbe hat mich. Ich brauche nicht nach ihr zu haschen. Sie hat mich für immer, ich weiß das. Das ist der glücklichen Stunden Sinn: Ich und die Farbe sind eins.« Klee hält Kairouan in seinen Bildern fest: Bunte leuchtende Quadrate bilden die Silhoutte der Stadt, die schlanken Türme der Moscheen ragen heraus, dazwischen abstrakte Dromedare, wie sie auf tunesischen Teppichen zu finden sind. Klees außergewöhnliches Spiel aus Licht, Farbe und Form sind noch heute eine große Inspirationsquelle – auch für die Modedesigner von Walbusch. Der Jacquardpullover Kairouan ist der Tunisreise gewidmet: Er kombiniert warme Erdtöne nordafrikanischer Städte mit der geometrischen Form des Dreiecks. Oder, das ist die zweite Variante: das endlose Blau des Mittelmeeres in Kombination mit dem Quadrat.

So ausgewogen wie die Farben, die sich von hell bis dunkel kombinieren lassen, ist auch das Material. Der Merino-Mix macht den Jacquardpullover Kairouan weich und strapazierfähig.

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