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Norwegermuster – Sterne, Rentiere, Läuse

Für die Kälte des Nordens gedacht: Norweger-Pullover oder -Strickjacken. Klassisch werden sie aus robuster, dicker und warmer Schafwolle gestrickt, üblicherweise in Naturtönen. Jeder kennt die typischen Muster auf der Schulterpasse, die einfache Formen, stilisierte Sterne oder Rentiere zeigen. Doch der Norweger kann auch modisch!

Neue Farben, altes Handwerk

Seit Jahrhunderten sind die Norwegermuster im skandinavischen Raum äußerst beliebt – und nicht nur da. Ursprünglich wurden Norwegermuster in Naturtönen, Schwarz oder Weiß in Handarbeit gefertigt. Die Schafwolle wurde selbst gesponnen und gefärbt, was die Farbpalette natürlich begrenzte. Frisch modernisiert zeigen sich die Muster heute in bunten Farben und aus deutlich dünnerer und weicherer Wolle, wie z. B. Alpaka, Cashmere, Viskose. Geblieben ist das 2-Farben-Prinzip pro Musterelement; das können dann Kombinationen von Rot + Blau, Pink + Grün oder Gelb + Braun sein, in eher geometrischen Motiven. Da sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt!

Norweger-Spezial … von oben nach unten

Typischerweise werden Norwegerpullis von oben nach unten gestrickt; es wird also am Hals angefangen und dann zunächst in Runden gearbeitet. Dabei liegen Vorder-, Rückenteil und die Ärmel zusammen auf der Rundstricknadel. Da muss man die Zu- und Abnahmen schon im Blick haben. Irgendwann wird das Strickstück allerdings etwas unhandlich. Aber natürlich gibt es Vorteile: Bei der Passe werden nur rechte Maschen gestrickt, da es ja keine Rückreihen gibt. Das geht schon mal schneller. Das Motiv ist immer optimal zu sehen, das erleichtert das Zählen. So lassen sich die kunstvollen Muster wunderbar arbeiten. Der dritte Grund ist zwar den eher ärmlichen Ursprüngen geschuldet, aber auch nachhaltig: Die Strickrichtung erlaubt es, Ärmel und Körper bei Abnutzung aufzutrennen und durch neue Wolle zu ergänzen. Und vielleicht war es auch einfach angenehm, im kalten Norden eine voluminöse, wollige Strickarbeit auf dem Schoss zu haben…

Und das Läusemuster?

Für das Läusemuster wird in regelmäßigen Abständen jeweils eine Masche (oder eine Gruppe von drei Maschen, die kleine Dreiecke bilden) gestrickt. Damit wurde nach der aufwendigen Passe der Rest des Pullovers verziert. Der Trick: Durch die auf der Rückseite mitgeführten Fäden hält der komplette Pulli doppelt warm, nicht nur im Schulterbereich. Eine aufwendige, aber auch sehr hübsche Idee. Woher dabei der Name stammt, bleibt Ihrer Fantasie überlassen…

Selber kreativ werden

Einfach mal versuchen: Stricknadeln rauskramen, Wolle schnappen und Sterne, Rentiere oder Läuse stricken. Anleitungen, auch für echte Strickanfänger, gibt es im Internet. Das entspannt und freut die kreative Ader. Übrigens auch für Männer eine lässige Alternative zum Smartphone-wischen!

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